News

2010-03-08

Pressemitteilung: Vertrauenskernschmelze trifft Finanzindustrie

 

Medien berichten immer negativer über Banken und Marktwirtschaft

"Das Misstrauen der Medien gegenüber der Finanzwelt schwelt nicht erst seit 2008, sondern schon seit 2000", so das Fazit der Studie des Züricher Forschungsinstituts Media Tenor. Roland Schatz, Direktor des Instituts, stellte gestern im Hayek-Institut in Wien die Ergebnisse der aktuellen Studie „Trust Meltdown“ vor. Fazit: In den Medien wird über Banken schlechter berichtet als über die in Verruf geratene Tabak-Industrie.

Die Ursache liegt laut Schatz in der "Kommunikationsverweigerung": Banken seien zu häufig der Meinung, Pflichtkommunikation reiche. Häufig werde nur einseitig mit Finanzmärkten kommuniziert, also lediglich Investor Relations betrieben, anstatt die allgemeine Öffentlichkeit zu adressieren und als Kommunikationspartner ernst zu nehmen.

 

Medien fördern sinkendes Vertrauen in Wirtschaftsordnung

"Als Berater von Banken im Bereich Marketing und Kommunikation ist man immer wieder mit dem Glauben seitens der Vorstände konfrontiert, dass Wegducken besser sei, als einer Geschichte einen eigenen „Dreh“ zu geben – aber die Geschichte kommt sowieso in die Medien", so Dr. Peter Haric, Geschäftsführer der Triple-A Marketing AG. Noch bedenklicher sei, dass Medien über das Wirtschaftssystem immer negativer berichten: "In rund 6.000 vom Institut analysierten Berichten der deutschen Fernsehnachrichten zu den Themen „Wirtschaftsordnung“ und „Wirtschaftspolitik“ sind über 60 % der Aussagen negativ – wenn die Menschen das jeden Tag auf den Tisch bekommen, sinkt das Vertrauen in die Wirtschaftsordnung schnell."

Dr. Barbara Kolm, Ökonomin des Austrian Economic Center und Direktorin des Hayek-Instituts, sieht hier die schlimmste Folge der Finanzkrise. Den Menschen gehe das Vertrauen in die Wirtschaftsordnung verloren: „Es rächt sich jetzt auch, dass Bildungssystem und öffentlich-rechtliche Medien unausgewogen oder gar nicht informieren. Wenn Menschen unmündig gehalten werden, sind sie für einfache Erklärungen empfänglicher: Banken sind böse und der Staat ist der einzige Schutz vor denen „da oben“.“

 

Staat ist Sieger der Finanzkrise

Dr. Andreas Unterberger, ehemaliger Chefredakteur „Die Presse“ und „Wiener Zeitung“, sieht im Image-Gewinn des Staates letztlich das Resultat ungleicher Machtmittel: „Staat und Parteien können schließlich viel mehr Kommunikationsmacht aufbauen als einzelne Unternehmen – allein schon, weil sie mehr monetäre Mittel mobilisieren können. So ist es kein Wunder, dass die Wirtschaft im Krisenfall immer mit einem schlechteren Image wegkommt.“

Filetype: pdf
Download ( 2.8MB)
2010-03-08

Trust-Meltdown Studie

  

www.mediatenor.com

Media-Center-Image ( 50.5KB)
2010-03-08

Vertrauenskernschmelze trifft Finanzindustrie

V.l.n.r.: Michael Blin, Barbara Kolm, Roland Schatz
Media-Center-Image ( 39.9KB)
2010-03-08

Vertrauenskernschmelze trifft Finanzindustrie

 Roland Schatz
Media-Center-Image ( 57.5KB)
2010-03-08

Vertrauenskernschmelze trifft Finanzindustrie

 
Media-Center-Image ( 44.6KB)
2010-03-08

Vertrauenskernschmelze trifft Finanzindustrie

 
Media-Center-Image ( 42.8KB)
2010-03-08

Vertrauenskernschmelze trifft Finanzindustrie

 
Media-Center-Image ( 41.6KB)
2010-03-08

Vertrauenskernschmelze trifft Finanzindustrie

  V.l.n.r.: Barbara Kolm, Andreas Unterberger, Peter Haric, Roland Schatz
Media-Center-Image ( 37.4KB)
2010-03-08

Vertrauenskernschmelze trifft Finanzindustrie

 V.l.n.r.: Barbara Kolm, Andreas Unterberger, Peter Haric, Roland Schatz
©2008 - Hayek Institut - All rights reserved
Produced by pawaq.com