„Internet of Things“ könnte revolutionär sein

Das sogenannte „Internet of Things“ (kurz IoT) ist derzeit eines der Schlagwörter, wenn es um zukünftige Technologien und die Veränderung der Arbeits- wie auch Privatwelt geht. Aus diesem Grund haben wir uns das Thema in unserer Studie zum IoT genauer angesehen – und sind zu dem Entschluss gekommen, dass trotz ernsthafter Gefahren das Potenzial immens ist.

Was ist das IoT überhaupt? Nahezu alle im Internet verfügbaren Daten wurden zu irgendeinem Zeitpunkt von Menschen eingegeben oder hochgeladen. Durch das Internet of Things ändert sich das aber nach und nach: Das Konzept ist, dass verschiedenste Gegenstände mit Sensoren und Internetverbindung ausgestattet werden, um selbstständig diese Informationen über ihre Umwelt zu sammeln und miteinander zu kommunizieren. Informationen, die direkt von den Gegenständen kommen, ermöglichen es, menschliche Wahrnehmungsfehler zu minimieren und stellen somit ein großes technologisches Potential dar – sei es zur Optimierung von komplexen Prozessen oder auch nur zur Automatisierung von einfachen Alltagstätigkeiten.

So könnte zum Beispiel ein Kühlschrank, durch Sensoren und einer Verbindung zum Internet selbstständig seinen momentanen Inhalt eruieren und gegebenenfalls zur Neige gehende Lebensmittel rechtzeitig automatisch nachbestellen.

Doch nicht nur im Bereich des Privathaushalts weist das Konzept des IoT große Chancen auf – noch viel mehr findet sich dieses Potential in Bereichen wie der Industrie wo eine derartige Vernetzung von „Smart Objects“, also von mit dem Internet verbundenen Geräten, zum Beispiel durch rechtzeitige Erkennung von Leerläufen und ähnlichen automatisierten Prozessoptimierungen, zu einer enormen Erhöhung der Effizienz führen kann. Durch die dezentrale Struktur des „Internet of Things“ besteht die Möglichkeit, dass benötigte Informationen immer genau dort zu Verfügung stehen, wo sie gerade benötigt werden, und nicht auf irgendeinem zentralen Rechner unnötig Ressourcen in Anspruch nehmen.

Das Potenzial für die Privatwirtschaft ist dabei enorm: Eine Studie des McKinsey Global Institutes beschreibt das IoT als eine der der ökonomisch bedeutendsten distributiven Technologien unserer Zeit mit einer erwarteten wirtschaftlichen Auswirkung in der Höhe von 2,7 bis 6,2 Billionen US-Dollar bis zum Jahr 2025.

Bei allem Optimismus bezüglich des technologischen und wirtschaftlichen Fortschritts, welchen das Internet of Things zweifellos mit sich bringen wird, gibt es auch einige nicht unberechtigte Bedenken gegenüber der neuen Entwicklung. Durch die naturgemäß hohe Anzahl an IoT Geräten ist es schwierig, alle Sicherheitslücken überhaupt erst zu finden, geschweige denn sie zu schließen. Denn je mehr Verbindungen zwischen verschiedenen Geräten bestehen, desto mehr Angriffsmöglichkeiten bestehen und desto schwieriger ist es die Sicherheit eines Netzwerks sicherzustellen.

Ganz abgesehen von den sonstigen, in der Studie näher erläuterten, durch das IoT entstehenden Problemquellen, stünde laut Experten auch die Frage der Rechtssicherheit im Raum. Wer könnte für eventuellen, durch das „Internet of Things“ entstandenen Schaden, haftbar gemacht werden? Wer hat wann welche Verantwortung über die Sicherheit eines IoT Gerätes?

Mit diesen und viele andere Fragen wird man sich wohl noch länger beschäftigen müssen bevor das „Internet of Things“ wirklich komplett in unsere Sozialstruktur und Wirtschaft integriert ist. Zweifellos steht uns hier eine große sozioökonomische Veränderung bevor, deren vollständige Gefahren und Chancen sich wohl erst noch zeigen werden, welche jedoch mit Sicherheit unsere Gesellschaft und Lebensweise nachhaltig prägen wird.n.

Lesen Sie unsere komplette Studie zum „Internet of Things“ hier.

2018-02-12T22:23:17+00:00

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