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Können die G7-Mächtigen dem Klimawandel Einhalt gebieten?

Können die G7-Mächtigen dem Klimawandel Einhalt gebieten?

von Dr. Wolfgang Thüne

http://www.derwettermann.de

Ich wette, nein, denn dann müsste den Staatenlenkern das einmalig unmögliche Kunststück gelingen, den Wetterwandel wenigstens für zwei Tage zu stoppen. Doch dies ist Phantasterei, ein illusionärer Wunschtraum, denn dann müssten die sieben Staatsoberhäupter für zwei Tage die Allgemeine Zirkulation stoppen, die Luft anhalten und es dem Wind verbieten zu wehen. Wenn es gelänge, den Wetterwandel zu stoppen, das G7-Hauptthema „Klimawandel“ wäre damit vom Tisch!

Doch nein, die Staats- und Regierungschefs stehen auf einem festen Fundament, das von ihnen seit 30 Jahren extrem erschütterungsfest gebaut worden ist und einem „Meinungs-Tsunami“ standhalten kann. Es ist die propagandistisch weltweit erzeugte Angst vor dem „Globalklima“, der „Klimakatastrophe“ und dem „Klimawandel“. Kein Mensch weiß, was das für ein Ding ist, das „Globalklima“, aber als Kollektiv glauben alle Menschen an dieses schreckliche Gespenst und dieser Angstglaube macht sie unfähig, auf diese unterstellte Bedrohung adäquat zu reagieren. Dies kann nicht vom Gefühl ausgehen, sondern nur vom Verstand. Einzig der Verstand könnte die Angst vertreiben und zwar ganz einfach. Man muss sich dazu nur ansehen, wie „Klima“ definiert ist.

Die offizielle Definition der Weltorganisation für Meteorologie in Genf, einer Unterorganisation der Vereinten Nationen, definiert „Klima“ als „mittleres Wettergeschehen“ an einem Ort, erfasst über eine Zeitspanne von 30 Jahren. Diese Definition wurde 1935 in Warschau beschlossen. Wenn jeder Klimawert ortsgebunden ist, dann kann es kein „Globalklima“ geben. Aber noch wichtiger ist, dass es einen Klimawert dann und nur dann geben kann, wenn vorher über 30 Jahre fleißig das Wetter beobachtet und aufgezeichnet wurde. Dies betrifft aber nicht nur die Temperatur, erst alle Wetterelemente zusammen machen „Klima“. Doch hierzu ist man zu faul, denn die Temperatur scheint eine schöne Spielgröße zu sein, um mit dem sich erhitzenden „Treibhaus“ Höllenängste zu schüren und so die Menschheit nach Belieben zu manipulieren. Die „Globaltemperatur“ ist eine rechnerische Spielgröße ohne reale Existenz. Die Temperatur ist eine intensive Größe, sie ist ein Maß für die mittlere Bewegungsenergie der Luftmoleküle. Mittelt man Temperaturwerte, dann erhält man einen Wert ohne Wert. Die Temperaturen von Rio de Janeiro, Tokyo, Melbourne, Paris, Berlin und New York zusammen ergeben zwar einen Mittelwert, doch dieser ist nicht real und kann nicht als „Norm“ für diese sechs Städte deklariert werden.

Auch das Wetter kann man zwar über Zeit und Raum mitteln, aber dies ergibt kein Mittelwetter, das nun der Steuerung durch den Menschen zugänglich wäre. Solange das Wetter nicht in seinem Ablauf und seinem Gehabe vom Menschen gesteuert und kontrolliert werden kann, solange jede Wettervorhersage ein Wagnis ist, das von Tag zu Tag immer riskanter wird, solange ist die Behauptung vom „menschengemachten Klimawandel“ absoluter Unsinn, mag dieser auch von den Spitzen der Politik, der Wirtschaft und der Wissenschaft vertreten und von den Medien verbreitet werden.

Die Führungselite der Welt sollte sich einmal den Beginn des Gedichtes „Der Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang von Goethe ansehen und interpretieren. Dort heißt es: „Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal wegbegeben! Und nun sollen seine Geister auch nach meinem Willen leben.“ Die „Hexenmeister“ waren einmal die „Wettergötter“ wie Zeus und Jupiter. Sie haben in unserer „aufgeklärten“ Welt keinen Platz mehr. Aber wenn sie auch für uns nicht mehr existent scheinen, so macht das Wetter wie vor Millionen von Jahren das, was es will. Wir können es nicht ändern, folglich ist es klug, sich ihm anzupassen, um Katastrophen zu meiden.

Im Vergleich zum Wetter sind die Staatenlenker in bayerischen  Örtchen Elmau beim G7-Gipfel „Zauberlehrlinge“. Sie wissen, dass ihrem Willen das Wetter nicht gehorcht. Sie greifen aber in die massenpsychologische Trickkiste und gerieren sich frech als „Klimalenker“. Doch noch weniger als das Wetter kann ihnen das „Klima“ gehorchen. Das „Klima“ kann ihnen schon deswegen nicht gehorchen, weil es eine abstrakte Rechengröße ist und zudem auch deswegen nicht, weil sich jeder Klimawert auf die Wettervergangenheit bezieht. „Klima“ kann erst berechnet werden, wenn das Wetter geschehen und vorbei ist. Vergangenes Wetter braucht nicht mehr unter Schutz gestellt zu werden. Wetter ist irreversibel und kann nicht rückgängig gemacht werden. Hat der Blitz eingeschlagen, dann kommt jeder Blitzschutz zu spät. Vor dem Wetter muss man sich präventiv schützen. Dies gilt für Hitze und Kälte, vor Starkregen und Hagel.

Soll nun Papst Franziskus in Rom dem Klimawandel Einhalt gebieten?

Wissen Sie noch, was am 5. April 2015 für ein Wetter herrschte? Vielleicht hilft es, dieser Tag war Ostersonntag. Haben Sie zufällig nach Rom auf den Petersplatz geschaut, wo Tausende von Pilgern bei strömendem Regen der Messe von Papst Franziskus folgten und auf den Segen „Urbi et Orbi“ warteten. Der Papst kommentierte das geduldige Ausharren der Menschen mit den Worten, ein „so schöner und vom Wetter her so schrecklicher Tag“. Auch er hätte sich „schönes Wetter“ gewünscht, musste sich aber der „Willkür der Natur“ beugen.

Dabei gibt es keine „Willkür der Natur“. Das Wort ist vielmehr Ausdruck dafür, dass wir das Naturgeschehen nicht begriffen haben. Auch Erbeben und Vulkane haben einen „Sinn“ im Spiel der Kräfte in der Natur. So chaotisch und unregelmäßig der Wetterablauf auch sein mag, auch er hat einen „Sinn“ und folgt Gesetzen der Natur, die in ihrem höchst komplexen Zusammenwirken unserem Verstand nicht zugänglich sind. Durch die Renaissance, die Aufklärung und die Säkularisation mit all den Erfolgen der technischen Zivilisation haben wir uns über die Natur erhoben, sind und bleiben aber dennoch ein Teil der Natur. Wir können nicht über die Natur verfügen, auch und schon gar nicht über das Wetter. Dies ist jedem „religiös“ gebliebenen Menschen bewusst.

Doch der Glaube an den „menschengemachten Klimawandel“ ist so fest im Unterbewusstsein verankert, dass jede rationale Diskussion fast aussichtslos ist. Es gilt der Spruch: „Es ist leichter einen Atomkern zu spalten als ein Vorurteil!“ Papst Franziskus rief das aus, dass die Menschen „vom Sockel ihrer Hochnäsigkeit“ heruntersteigen müssten. „Demut und Bescheidenheit“ stünde ihnen besser zu Gesichte.  Aber auch die Kirche sollte beherzigen: „Es ist leichter in Rom zu sagen, deine Sünden sind dir vergeben als vor Helgoland einem Sturmtief Einhalt zu gebieten.“

Papst Franziskus bekommt Besuch von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon

Der 28. April 2015 ist ein denkwürdiger Tag. An diesem Tag hatte Rom allerhöchsten Besuch. Der Heilige Stuhl ließ in einem Bulletin verlauten: „Incontro privato del Papa con il Segretario Generale dell’ ONU Ban Ki-moon“. Am gleichen Tag veranstaltete die Päpstliche Akademie der Wissenschaften eine Konferenz: „Protect the Earth, Dignify Humanity. The Moral Dimensions of Climate Change and Sustainable Humanity“. Die Eröffnungsrede hielt Generalsekretär Ban Ki-moon und nach ihm sprach H. Em. Kardinal Peter Turkson, der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden. Unter dem Punkt „Evidence on social exclusion and climate science“ sind aufgeführt John Schellnhuber und Paul Crutzen. Schellnhuber wirkt am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Crutzen wirkte am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz.

Das Presseamt des Heiligen Stuhls ließ verlauten, dass sich der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon im Vatikan mit Papst Franziskus getroffen und über die UN-Weltklimakonferenz Ende des Jahres in Paris beraten habe. Dabei habe der Papst eine Enzyklika angekündigt, in der die Menschheit zu einem Bewusstseinswandel und einem neuen Lebensstil aufrufen will, um der Erderwärmung Einhalt zu gebieten. Ein entsprechendes päpstliches Rundschreiben soll im Juni veröffentlicht werden. Ban Ki Moon wird mit den Worten zitiert: „Die Ausrottung extremer Armut, ein Ende, ein Ende sozialer Ausgrenzung, der Schutz der Umwelt sind Werte, die völlig mit denen der großen Religionen übereinstimmen.“

Weiter verlautet aus dem Presseamt unter der Überschrift „Papst kündigt Kampf gegen Klimawandel an“: „Ban erklärte in einer anschließenden Pressekonferenz, Franziskus sei eine der wichtigsten Stimmen im Kampf für eine gerechtere und nachhaltigere Welt. Die Katholiken begleiten die Klimadiplomatie der UNO kritisch. Ende des Jahres soll in Paris ein neuer Weltklimavertrag geschlossen werden. Papst Franziskus wird bei seinem Besuch in den Vereinigten Staaten im September auch Ban Ki Moon am Sitz der Vereinten Nationen in New York besuchen.“ Hierzu passt die Bildunterschrift: „Staatenführer trifft Religionsführer“! Unter der Überschrift „Papst spricht mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon über Klimawandel – Zwei für die Umwelt“ lässt >domradio.de< verlauten: „Ban bezeichnete den Papst als eine der wichtigsten Stimmen für eine sozial gerechtere und ökologisch nachhaltigere Welt. In seiner Umweltenzyklika werde Franziskus die Menschheit zu einem Bewusstseinswandel und einem neuen Lebensstil aufrufen, um den Klimawandel entgegenzutreten, teilt Ban anschließend mit… Der UNO-Generalsekretär bezeichnete den Papst als eine der wichtigsten Stimmen für eine sozial gerechtere und ökologisch nachhaltigere Welt.“

Begleiten die Katholiken die Klimadiplomatie der UNO wirklich kritisch?

Bei der Berichterstattung über den Besuch des UN-Generalsekretärs Ban bei Papst Franziskus in der Vatikanstadt fällt auf, dass der Papst selbst nichts zu der Begegnung sagt, sondern die Wertung dem Generalsekretär überlässt. Der Religionsführer lässt den Staatenführer sprechen. Ist der Papst in allen Punkten mit der UN-Klimapolitik einverstanden? Hat er sich dem Zeitgeist unter geordnet? Sieht er den Klimawandel als vom Menschen gemacht an? Ist Kohlenstoffdioxid für ihn ein Schadstoff und Umweltgift, ein „Klimakiller“, dessen Ausstoß drastisch reduziert und das aus der Atmosphäre eliminiert werden müsse? Diese Fragen stellen sich automatisch einem kritischen Katholiken.

Der plausibelste Verdacht ist der, dass sich das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche der weltlichen Macht der Vereinten Nationen ohne notwendigen Grund widerstandslos gebeugt hat. Es ist der bequemste und demokratischste Weg, sich auf den „Konsens“ von „Experten“ berufen zu können. Diese Tendenz zeigte sich schon beim Weltklimagipfel in Ney York am 24. September 2014 in New York. Vor dessen Teilnehmern sagte der Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, der „zweite Mann“ im Vatikan und dessen oberster Diplomat. Die nötigen Mittel zum Klimaschutz seien vorhanden, es fehle den Staaten jedoch oft der Wille zur Zusammenarbeit, beklagte Parolin. Zur Rettung des Weltklimas sei eine „Kultur der Solidarität, der Begegnung und des Dialogs“ zwischen den Staaten notwendig.  Auch das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie Patriarch Bartholomaios I. rief zum ökologischen Umdenken auf. Doch vor jedem Umdenken muss zuerst das Denken ansetzen und das fängt immer bei der Begrifflichkeit an. „Im Anfang war das Wort“ und sind die Worte nicht eindeutig und klar definiert, dann bleiben sie nur eine bloße Hülle, die mit heißer Luft voller Ideologien angefüllt werden kann.

Anlässlich des Weltklima-Gipfels fand in New York ein „Interreligiöser Gipfel zum Klimawandel“ statt. Hierzu trafen sich 30 Spitzenvertreter der christlichen Kirchen sowie von Muslimen, Juden, Hindus, Buddhisten und anderer Religionen statt. Veranstalter waren der Weltkirchenrat (ÖRK), der Weltdachverband der katholischen Entwicklungsorganisationen CIDSE und das Bündnis „Religions for Peace“ mit Sitz New York. Der Welt-Caritaspräsident Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga betonte, dass der Klimawandel die ärmsten Menschen der Welt besonders hart treffe. „Das sind hungrige Menschen, deren tägliches Brot bedroht ist, wenn das Wetter sich gegen sie wendet. Wenn jeder Tag ein Kampf ums Überleben ist, multipliziert der Klimawandel bestehende Ungleichheiten und macht es für Not leidende Familien noch schwieriger, der Armut zu entkommen.“

Die Teilnehmer appellierten in der Schlussbotschaft, der Klimagipfel müsse energisch und konstruktiv den Abschluss eines weitreichenden Klimavertrags vorbereiten. Große Veränderungen erforderten „tiefe und starke Überzeugungen, die im Glauben und in jenen Ritualen, Symbolen, heiligen Texten und Gebeten gefunden werden könnten, die einem großen Teil der Weltbevölkerung Sinn und Richtung geben“, erklärte Olav Fykse, Generalsekretär des Weltkirchenrates, der das interreligiöse Treffen organisiert hatte. Hätte er in den „heiligen Texten“ gelesen, so hätte er gemerkt, dass auch damals das Wetter ob seines unerklärbaren Verhaltens immer wieder den Menschen ernste Sorgen bereitet hat. Man denke nur an die „sieben fetten und die sieben mageren Jahre“. Als Abschluss des Treffens beteiligten sich die Teilnehmer am „People’s Climate March“ von Central Park durch die Straßen New Yorks.

Fasst man die wenig konkreten und beschwörenden Charakter tragenden Aussagen zusammen, so kann von einem kritischen Bewusstsein keinerlei Rede sein. All die „Sprechblasen“ sind absolut austauschbar und spielen sich im Geiste fern der Wirklichkeit statt, denn die Klimawelt ist eine ideelle Wunschwelt. Eine gewisse Annäherung an die reale Welt findet die Klimawelt durch das Wetter, von dem sie ein statistisches Abbild ist. Nur in einem Satz kam diese Tatsache zum Ausdruck. Wir Christen beten: „Unser tägliches Brot gib uns heute“! Dieses ist in der Tat bedroht durch Wettereinflüsse, wenn das Getreide verfault oder vertrocknet. Doch was ist das für ein Naturverständnis, wenn man dem Wetter unterstellt, dass es sich gegen die „hungrigen Menschen“ wendet.

Nein, das Wetter ist kein „Racheengel“, das sich gegen „hungrige Menschen“ wendet und diese bestraft. Das Wetter ist ein Naturvorgang, der auch gänzlich ohne uns Menschen abläuft und ohne Unterschied „Arm und Reich“ trifft. Ein Hurrikan in den USA oder ein Taifun über Japan oder den Philippinen zerstört Wellblechhütten wie Paläste, ebenso wie es auch Erdbeben oder Flutwellen tun. Das Überleben der Art Mensch und seine Ausbreitung über die Erde hingen in hohem Maße davon ab, dass der Mensch lernte, sich den natürlichen Wetterbedingungen in ihrer Spannweite anzupassen. Ändern konnte er das Wetter nicht und daran hat sich bis heute nichts geändert!

Die Säkularisierung und Ideologisierung des modernen Menschen

Der Mensch ist in eine fertige Daseinswirklichkeit hineingestellt worden oder per Evolution hineingewachsen. Er musste sich mit dem, was er vorfand abfinden und sich der wechselnden Wirklichkeit anpassen. Aufgrund der ihm angeborenen kognitiven Fähigkeiten hat er einen grundlegenden Hang zur Religiosität, der ihm helfen soll, seine Position zwischen „Himmel und Erde“ bestimmen zu helfen. Im Zuge der Renaissance und Aufklärung samt Industrialisierung hat sich der moderne Mensch von der Wirklichkeit entfernt und zusätzlich zu den religiösen Welterklärungen Ideologien für die künftige Entwicklung und Gestaltung der Welt entwickelt. Die erste moderne ohne „Gott“ auskommende Ideologie war der Marxismus oder Sozialismus von Karl Marx und Friedrich Engels, niedergeschrieben im „Kommunistischen Manifest“ von 1848.

Ziel von Karl Marx war es, nicht mehr wie die alten Philosophen die Welt nur verschieden zu interpretieren, sondern diese wie die gesellschaftlichen Verhältnisse zu verändern. Marx und Engels erkannten, dass die Religion „Opium des Volkes“ ist, sozusagen eine Droge, die, weil unverzichtbar, durch eine „bessere“, den Marxismus als Ideologie, ersetzt werden müsse. Mit der neuen „Droge“, die ein logischer, rein vom Verstand konstruierter Ideenentwurf war, sollte die Religion obsolet werden. Der Marxismus als reine Lehre fand auch in den christlichen Religionen Anhänger, nicht zuletzt in den Befreiungstheologien Südamerikas. Aus marxistischer Sicht ist der Mensch frei und autonom sowie „seines Glückes Schmied“. Der „Fortschritt“ wurde zum „Geschichtsgesetz“ deklariert.

Der Mensch verdrängte im Rausch des Fortschritts, dass seine gesamte Existenz letztendlich nicht seine eigene Errungenschaft ist. Weder hat der Mensch sich selbst erschaffen, er hat sich auch nicht selbst den Verstand gegeben, noch hat er die Luft zum Atmen, das Wasser zum Trinken, die Früchte zum Essen, noch die Erde und den Himmel mit der Sonne erschaffen. Dies ist eine unumstößliche Tatsache.  Nun wird es für den Menschen auf der Erde enger und enger. Die Veränderungskapazitäten haben Dimensionen angenommen, die „das Leben“ gefährden können. Der moderne Mensch bekommt als Kulturwesen das, was er als Naturwesen schon immer hatte, er bekommt Angst. Diese wird „global“ geschürt und zur Rettung werden Pseudo-Religionen produziert. Solch eine Pseudoreligion ist die „Klimareligion“! Keiner hat dies klarer und unmissverständlicher ausgedrückt und bekannt als der am 24. Februar 2015 von seinem Amt als Vorsitzender des Weltklimarates IPCC zurückgetretene Rajeendra Pachauri.

In seinem ‚resignation letter of the IPCC chairman’ schwärmt Pachauri von seiner „greatest joy“ und seiner „sublime satisfaction“ und schreibt: „ For me the protection of Planet Earth, the survival of all species and sustainability of our ecosystems is more than a mission. It is my religion and my dharma“. Die kanadische Journalistin Donna Laframboise kommentiert: „Yes, the IPCC – which we’re told to take seriously because it is a scientific body producing scientific reports – has, in fact, been led by an environmentalist on a mission. By someone for whom protecting the planet is a religious calling.“

Wenn auch die Vatikanstadt als Staat kein Mitglied der Vereinten Nationen ist, so hat der Heilige Stuhl Beobachterstatus und hat an allen Weltklimakonferenzen teilgenommen. Als in allen Kontinenten tätige Kirche müsste man im Vatikan wissen, dass das „Weltklima“ eine Fiktion, eine politische Utopie ist. Die Erde zeichnet im Gegenteil eine Klimavielfalt aus. Aber Klima ist kein Naturvorgang, den man beeinflussen könnte. Klima ist ein statistisches Konstrukt, es hat keine Wirklichkeit und resultiert definitionsgemäß aus der Wettervielfalt auf der Erdkugel. Das ganze Vorhaben Klimaschutz ist ein Anachronismus, die Ängste vor der Klimakatastrophe unbegründet. Alle Gefahren gehen vom Wetter aus und das gehorcht zum Glück nicht den Menschen. Es ist einfach da wie die Luft zum Atmen und in seinem Verhalten nur ganz kurzfristig vorherzusagen.

Allen Religionsführern, die sich in New York der „Klimareligion“ als UN-Überbau untergeordnet und den „Kampf gegen den Klimawandel“ zur Maxime gemacht haben, sollten in die Genesis schauen. Die Vernichtung des CO2 würde das Werk des „3. Tages“, die Erschaffung der Pflanzen, zunichte machen und auch uns Menschen die Existenzbasis entziehen.

Eine Kurskorrektur beim „Heiligen Stuhl“ wäre dringend angebracht

Eine Revision von vorgefassten Meinungen ist immer ein äußerst schwieriger Akt, aber Christen sollte eine „Umkehr“ nicht allzu schwerfallen, insbesondere unter Verweis auf die Genesis, die Schöpfungsgeschichte. Bevor der Mensch in die Schöpfung gestellt wurde, wurde diese von Gott geprüft und für gut befunden. Alles, was der Mensch zum Leben brauchte, Pflanzen und Tiere, war im Überfluss vorhanden.

Die Meere und die Kontinente waren voller Leben, die Erde ein „Paradies“. Sie war ausgestattet mit einer Lichtquelle, der Sonne. Damit deren Energie gleichmäßig über die Erde verteilt wurde, wurde die Erde in Drehung versetzt, so dass Tag und Nacht abwechselten. Beim Umlauf der Erde um die Sonne wurde die Erdachse schräg gestellt, so dass die vier Jahreszeiten entstanden und die beiden Hemisphären abwechselnd in den Genuss intensiver Bestrahlung kamen. Dieser passte sich die Vegetation an. In den außertropischen Gebieten, den mittleren und nördlichen Breiten wechselten üppiges Wachstum und Vegetationsruhe ab. In diesen natürlichen Saat-Ernte-Rhythmus wurde der Mensch gestellt und musste sich ihm anpassen. Doch so regelmäßig die Umlaufbahnen auch sind, das unruhige Element war die Lufthülle der Erde, in der sich das Wetter abspielt. Dieses machte den Menschen seit Urzeiten Kopfzerbrechen und Sorgen ob seiner Launenhaftigkeit, seiner Unbeständigkeit und Unregelmäßigkeit. Das Wetter macht immer noch, was es will und ist vom Menschen partout nicht zu disziplinieren.

Aus dieser Erkenntnis, der Ohnmacht des Menschen vor den „Freiheitsgraden“ des Wetters, heraus war Papst Benedict XVI skeptisch gegenüber der Parole, der Mensch würde sich am Klima versündigen und dadurch die Klimakatastrophe heraufbeschwören. Denn solange kein Einfluss des Menschen auf die Allgemeine Zirkulation und damit das weltweite Wettergeschehen nachweisbar ist, gilt die menschliche Unschuldsvermutung, sind Gedanken über das künftige Klima pure Spekulation. Dies brachte Papst Benedict XVI deutlich zum Ausdruck. Er wird (Mail Online, 13. 12. 2007) von Simon Caldwell wie folgt zitiert: „Pope Benedict XVI has launched a surprise attack on climate change prophets of doom, warning them that any solutions to global warming must be based on firm evidence and not on dubious ideology.“ Schon am 22. Mai 2007 war im Giornal del Popolo zu lesen: „Le tesi catastrofiste sul clima non convincone il Vaticano“.

Solange die Klimaexperten nicht in der Lage sind, die wechselhafte Klimageschichte der Erde kausal zu erklären und mit zahlreichen Vermutungen und Hypothesen operieren, ist das Wetter nicht verstanden. Es liegt in der „Natur“ chaotischer Systeme, dass man diese nicht kausal erklären, geschweige denn exakt vorhersagen kann. Papst Franziskus sollte seine Aussage überdenken: „Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist eine wissenschaftliche Realität, und deren maßgebliche Abschwächung ist ein moralisches und religiöses Imperativ der Menschheit.“ Das Problem ist, dass die behauptete „wissenschaftliche Realität“ mit der wahren Realität, den natürlichen Vorgängen, nichts zu tun hat. Keines der numerischen Klimamodelle beschreibt die Realität und kann daher diese auch nicht prognostizieren. Über das Wort „deren“ gewinnt die Aussage von Papst Franziskus Sinn.

In dem bedingungslosen Glauben an die „wissenschaftliche Realität“ liegt der Sündenfall. Die „wissenschaftliche Realität“ und die Wirklichkeit sind keineswegs deckungsgleich, wie jede Wettervorhersage zeigt, auch wenn sie numerisch exakt berechnet wurde. Dies liegt an der Diskrepanz zwischen Modell und Wirklichkeit. Ob eine Wetterprognose richtig war, kann immer erst im Nachhinein beurteilt werden, mag der Glaube in die eigenen Prognosefähigkeiten noch so fest sein. Der Glaube allein besagt bei natürlichen Vorgängen gar nichts, wenn das Wissen fehlt. Dann ist der Glaube nur ein Aberglaube. Diesen maßgeblich abzuschwächen ist „ein moralisches und religiöses Imperativ der Menschheit“!

Dies wäre die richtige Botschaft von „Religionsführer“ an „Staatenführer“! Von Johann Wolfgang von Goethe stammt folgende beruhigende Erkenntnis: „Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche ruhig zu verehren.“ Und Wilhelm Busch empfahl zu dem Thema: „Der Weise äußerst sich vorsichtig, der Narr mit Bestimmtheit über das kommende Wetter.“ Dies gilt analog für das Klima, denn dieses wird vom gewesenen Wetter abgeleitet.

„Klimawandel“ als Brechstange zur „Neuen Weltordnung“?

Diese Meinung wurde über die Medien am 11. Mai 2015 verbreitet. Auslöser war Maurice Newman, der Wirtschaftsberater des australischen Premierministers Tony Abbot. Newman sagte, beim „Klimawandel“ handele es sich um einen Schwindel, der von den Vereinten Nationen benutzt werde, um eine „Neue Weltordnung“ durchzusetzen. Dies sagte er bei einem Besuch der Generalsekretärin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC), Christiana Figueres, in Australien. Sie habe offiziell erklärt, dass die Demokratie als politisches System kaum geeignet sei, den Klimawandel zu bekämpfen. Das kommunistische China sei das beste Vorbild.

Diese Aussage ist nicht neu, denn sie wird seit Jahren von Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen (WBGU) vorgetragen und offensiv vertreten. Hinter dem so unpolitisch erscheinenden Vorwand „Klimaschutz“ stecken ganz andere handfeste Ziele. Es sind machtpolitische Interessen, die eine „Neue Weltordnung“ anstreben. Was sich alles hinter dem Vorhaben, dem „menschengemachten Klimawandel“ Einhalt zu gebieten, der natürlich nicht ohne nachhaltige Eingriffe in unser aller Leben bleibt, steckt, das habe ich in meinem Buch „Propheten im Kampf um den Klimathron – Wie mit Urängsten um Geld und Macht gekämpft wird“ beschrieben. Restexemplare sind noch über Amazon erhältlich.

 

Oppenheim, den 3. Juni 2015                                       Diplom-Meteorologe Dr. phil. Wolfgang Thüne

http://www.derwettermann.de

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