Sharing Economy eröffnet neue Möglichkeiten

Die “Sharing Economy” ist eine Industrie, die sich durch das Internet vollkommen neu entwickelt hat. Wie wir in unserer neuen Studie zu dem Thema beschreiben, wurde zwar schon über die gesamte Menschheitsgeschichte “Sharing” betrieben – das heißt, geteilt – doch durch die Vernetzung von Menschen aller Welt haben sich die Möglichkeiten dafür enorm vergrößert. Bekannteste Beispiele der Sharing Economy sind die Dienstleistungs-Apps Uber, eine Art Taxiservice, wo Privatpersonen ihre Fahrdienste – und ihr eigenes Fahrzeug – zur Verfügung stellen; Airbnb, eine Online-Plattform, wo Privatpersonen ihre Wohnungen oder Zimmer frei vermieten können; und die Lieferservices Deliveroo, Uber Eats oder Lieferheld.

Begleitet wurde die Entwicklung der Sharing Economy in den letzten Jahren stark von weltweiten Protesten und anschließenden Verboten bzw. strengen Regulierungen. Der Status Quo soll sich aus Sicht mancher Gruppen – egal der vielen Vorteile, welche die Dienstleistungen mit sich bringen – nicht ändern. Mit der Einführung von Uber beispielsweise hat die bislang stark protektionistische Taxi-Industrie einen billigeren und meist qualitativ hochwertigeren Konkurrenten gefunden.

Doch an der Sharing Economy sollte man sich nicht fürchten. Individuen kommen zusammen und betreiben freiwilligen Austausch, weil das Gegenüber etwas hat (ein Auto, eine Wohnung, Geld usw.), was man selbst nicht hat. Dank der Sharing Economy nehmen die Menschen ihre Angelegenheiten zunehmend selbst in die Hand, schützen sich selbst, anstatt bei der Regierung nach Hilfe zu bitten.

Die Sharing Economy bringt ebenfalls neue unternehmerische Möglichkeiten hervor, da die Transaktionskosten und Eintrittsbarrieren deutlich gesenkt werden. Für Frauen bieten sich dabei besonders neue Möglichkeiten an. So können sie trotz Familienplanung weiterhin arbeiten – so viel sie wollen. In der Sharing Economy ist man nicht an einem Achtstundentag gebunden. Man arbeitet, wenn man will. Und so ist es nicht überraschend, dass eine Studie der Harvard University ergeben hat, dass im letzten Jahrzehnt mehr Frauen über die Sharing Economy ihr Geld verdient haben als Männer.

Die Sharing Economy ist also ähnlich wie Cryptocurrencies und das Internet of Things eine weitere Möglichkeit, den staatlichen Zwängen zu entfliehen. Für Konsumenten bietet es billigere Optionen in künstlich verteuerten Industrien an, auf der Angebotsseite ermöglicht es gleichzeitig einen einfacheren Markteintritt.

Es wird in den nächsten Jahren weiter Kontroversen um Uber, Airbnb und Co. geben. Doch die Sharing Economy zu ersticken, würde einem völlig wünschenswerten Prozess ein Ende setzen.

Lesen Sie unsere komplette Studie zur Sharing Economy hier.

2018-02-12T22:20:49+00:00

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