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Die Meinungsfreiheit ist Eckstein aller Aspekte von Freiheit. Sie bedeutet die Freiheit jedes Einzelnen, ohne staatliche Einmischung Meinungen zu äußern und zu empfangen. Diese seit der Aufklärung erkämpfte Meinungsfreiheit hat vor allem in Form der Pressefreiheit besonders große Bedeutung erlangt.

Durch die komplette Neuwandlung der Medienwelt steht die Meinungsfreiheit neu im Zentrum. Einerseits hat sie eine gewaltige Erweiterung erfahren, weil jeder Einzelne leichter und weiterreichender denn je seine Meinungen kommunizieren kann; und weil jeder viel mehr unterschiedliche Meinungen empfangen kann denn je. Andererseits haben dadurch die politische Macht und die Kriminalität unglaublich viele neue Möglichkeiten bekommen. Zugleich ist der klassische Journalismus – egal auf welchen technischen Ebenen – in eine dramatische Zwickmühle geraten: Hier die Notwendigkeit, im Internet, wo alles gratis scheint, die eigene Leistung (in der Rechtssprache: die Ansprüche des Urhebers) weiterhin finanzieren zu müssen; dort die zunehmende Gefahr politischer Abhängigkeiten.

Dr. Andreas Unterberger war 14 Jahre Chefredakteur der Tageszeitung „Die Presse“ und der „Wienerzeitung“. Seit sieben Jahren betreibt er im Internet unter www.andreas-unterberger.at den meistgelesenen Blog Österreichs. Dr. Unterberger studierte Rechtswissenschaften, Volkswirtschaft und Politikwissenschaft und ist seit den 1970er Jahren als Journalist tätig. Er hatte zehn Jahre einen Lehrauftrag im Bereich Politikwissenschaft an der Universität Wien. Für seine Tätigkeit erhielt Andreas Unterberger zahlreiche Preise und Ehrungen.