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Bericht: Webinar – EZB und internationale Geldpolitik

Bericht: Webinar - EZB und internationale Geldpolitik

Center Right Coalition Webinar

EZB und internationale Geldpolitik

Thomas Bachheimer

Michael Jäger

 

Moderation: Richard Zundritsch

Michael Jäger prangerte zu Beginn der Diskussion zwei große Fehler der Regierungen an: die Krise werde dazu benutzt, die Schuldenbremse auszuhebeln und viele Freiheiten der Bürger fast unbemerkt abzuschaffen. Dann kam er auf Deutschland zu sprechen. Obwohl die vorhandenen Mittel noch nicht zu Gänze ausgeschöpft wurden, werden neue Schulden aufgenommen. Nicht in jedem Fall sind die Schwierigkeiten eines Unternehmens auf die Coronakrise zurückzuführen und zu viele Zombiefirmen werden unterstützt.

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Auch die EU wurde ermächtigt, Schulden aufzunehmen. Daher will sie neue Einkommensquellen wie die Plastiksteuer erschließen. Bezahlen werden das die KMUs und letztlich die Kunden. Auf die Frage, warum Schulden bei der herrschenden Null-Zinspolitik so schädlich sind, antwortete Jäger, dass er einen Dominoeffekt befürchtet. Solange kein Gläubiger sein Geld zurückfordert, wird sich die Blase weiter aufblähen. Aber irgendwann muss das Geld zurückgezahlt werden und das wird die nächste und vielleicht noch übernächste Generation treffen. Das System baut auf Vertrauen auf, wenn das weg ist, bricht alles zusammen. Das passiert langsam. Das Geld ist nicht gedeckt; es gibt keinen Gegenwert. Sobald ein Land sich von der Niedrigzinspolitik verabschiedet und nur minimal mehr Zinsen bietet, wird das Geld dorthin fließen.

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Thomas Bachheimer meinte, dass die Coronakrise die Zentralbanken zusammengeschweißt hätte. Die außergewöhnlichen Maßnahmen sind normal geworden. Eine Rückkehr zum Leitzins als Steuerungsmedium ist nicht in Sicht. Eine Inflation ist das erstrebenswerte Ziel. In den Zentralbanken werden Entscheidungen nach der Empirie getroffen. Der Markt hat die tiefen Zinsen nicht gebraucht und mit deren Einfürung haben sich Verwerfungen ergeben. Neuen Kreditnehmern nutzt der niedrige Zinssatz nicht, weil das Wirtschaftswachstum durch die Krise gebremst wurde.

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