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Bericht: Webinar – Umweltschutz in Zeiten des Coronavirus

Bericht: Webinar - Umweltschutz in Zeiten des Coronavirus

Center Right Coalition Webinar

Umweltschutz in Zeiten des Coronavirus

Kai Weiß

Moderation: Martin Gundinger

Am 3. Juni 2020 begrüßten wir unser Vorstandsmitglied Kai Weiß, der auch Research and Outreach Coordinator des Austrian Economics Center (AEC) ist, bei unserem monatlichen Center Right Coalition Meeting. In seinem Vortrag gab er einen Einblick in sein neues Buch “Green Market Revolution: How Market Environmentalism Can Protect Nature and Save the Planet”, welches am 29. Juni 2020 vom AEC sowie der British Conservation Alliance veröffentlicht wird.

 

Bericht: Webinar - Umweltschutz in Zeiten des Coronavirus

Umweltschutz war Anfang des Jahres 2020 noch das eindeutige Top-Thema in politischen Debatten und auch wenn das Coronavirus den Klimaaktivisten schnell den Rang ablief, blieb die globale Erwärmung weiter beliebter Diskussionsstoff. Für Weiß ist der Naturschutz extrem wichtig – und an der Existenz der globalen Erwärmung gibt es nichts zu rütteln. Doch stellt sich für ihn die Frage, ob die derzeitigen Antworten auf die Herausforderungen im Umweltschutz ausreichend sind.

Laut Weiß sind die Maßnahmen nicht nur nicht ausreichend: Sie könnten sogar ihr Ziel komplett verfehlen. Denn zu oft füht Umweltaktivismus heutzutage zu Panik, apokalyptischer Stimmungsmache sowie Forderungen nach einem zentraleren und mächtigeren Staat. Auch werden oft – unter dem Stichwort „Klimagerechtigkeit“ – Ideen mit in Diskussionen gemischt, die nichts mit Naturschutz an sich zu tun haben, sondern andere politische Agenden verfolgen.

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Der politische Mainstream hat diese klaren Defizite im heutigen Umweltschutz jedoch einfach akzeptiert – selbst mitte-rechts, wo zum Beispiel Ursula von der Leyen von den deutschen Christdemokraten ihren European Green Deal zum zentralen Punkt ihrer Präsidentschaft der Europäischen Kommission gemacht hat. Der Green Deal ist jedoch einfach zentralistische Politik, bei der die EU immer mehr plant, immer mehr Aufgaben übernimmt und der freien Wirtschaft weniger Raum lässt. Die Geschichte zeigt allerdings, dass dieser Zentralismus nicht funktioniert, weder bei wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen, noch bei Umweltthemen.

Weiß schlägt eine vom Mainstream unerwartete Alternative vor, um die Umwelt zu schützen: die Marktwirtschaft. Diese basiert auf privatem Eigentum. Sichere, private Eigentumsrechte setzen die richtigen Anreize, nachhaltig mit Ressourcen umzugehen. Wenn zum Beispiel ein Stück Land niemanden gehört, so wird sich auch niemand darum kümmern und schlimmstenfalls wird jeder möglichst viel von den Ressourcen darauf für sich reklamieren. Wenn andererseits das Land einem Individuum oder einer Gruppe von Privatpersonen gehört, haben diese einen Anreiz, sich nachhalting um das Land zu kümmern und es zu schützen. Außerdem ist der Besitzer von privatem Eigentum für Schäden haftbar: Umweltverschmutzer können so zur Verantwortung gezogen werden.

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Durch die Marktwirtschaft und ihre Institutionen, wie z. B. das Preissystem, bietet sich die Möglichkeit zum freien Handel und freiwilliger Interaktion zwischen den Menschen. Zum Beispiel könnten Philanthropen, die die Natur schützen wollen, das Land aufkaufen. Zahlreiche Land Trusts setzen diese Idee bereits um. Der Marktaustausch führt durch das Profitsystem dazu, dass Unternehmer möglichst wenig von ihren Ressourcen einsetzen wollen, um den größtmöglichen Ertrag zu erzielen. Die Reduktion von Ressourcen ist ein weiterer Anreiz für Innovationen. So ist es wenig überraschend, meinte Weiß, dass marktwirtschaftliche Länder weltweit im Umweltbereich deutlich besser abschneiden als autoritäre Regime. Eine marktwirtschaftliche Umweltpolitik sei also deshalb dringend vonnöten. Und gerade diese präsentiert er mit vielen Autoren in dem Buch Green Market Revolution.

Das Buch ist ab sofort erhältlich.

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