AKZENTE: Ukrainekrise – Griechenland-Schuldenreform – OECD-StudienAnalysen zu moderner Geldpolitik der Zentralbanken im Zusammenhang mit dem „griechischen Problem“ – Österreichische Steuerreform

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HEUTEZULETZTMÄRKTETHEMENUMFELD: Meldungen von West über Ost bis nach Europa – u.a.m. – ERLÄUTERUNGEN

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Update: 11:15 – kleine Korrekturen, COMMENT und APA-Meldungen ergänzt  

Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleichmässige Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmässige Verteilung des Elends. (Winston Churchill – „Gut zitiert“)
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TAGESTHEMEN


JAPAN – In den letzten Monaten des Jahres 2014 hat sich Japan aus der Rezession befreien können. Die Erholung fiel allerdings kleiner als erwartet aus, was wiederum Zweifel am Erfolg der Wachstumspolitik von Ministerpräsident Shinzo Abe aufkommen lässt. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs in den drei Monaten per Ende Dezember um annualisiert 2,2 Prozent, wie die erste Veröffentlichung zeigt. Analysten hatten mit plus 3,6 Prozent deutlich mehr erwartet. Die Ausgaben der Unternehmen und Haushalte fielen geringer aus als vorhergesagt. Aus der Rezession geholfen haben dem Land die Exporte.
Die Löhne stiegen in der Berichtszeit um 0,1 Prozent, im Quartal zuvor waren es noch 0,6 Prozent. Damit sind die Vergütungen 18 Monate in Folge langsamer gestiegen als die Preise. Die Ausgaben der Haushalte erhöhten sich um 0,3 Prozent, eine minimale Zunahme gegenüber den 0,2 Prozent in den drei Monaten zuvor. Die Investitionen nahmen nur um 0,1 Prozent zu. Einen Lichtblick boten mit einem Plus von 2,7 Prozent die Exporte. Es war der höchste Anstieg in vier Quartalen. Vor allem die Nachfrage aus Asien nach Elektronikteilen und Maschinen hat wieder zugenommen. Dank des schwächeren Yen sind japanische Waren im Ausland günstiger.
Insgesamt geben sich Volkswirte zuversichtlich für das laufende Jahr. Der Rückgang der Ölpreise seit Mitte 2014 um 50 Prozent komme den Verbrauchern zugute und lasse die Kosten der Erzeuger sinken. Zudem hat Abe eine weitere Anhebung der Umsatzsteuer verschoben, statt im Oktober soll sie erst 2017 kommen. Ähnlich wie die Ökonomen äußerte sich auch der Chefsprecher für Abes Wirtschaftspolitik zu den jüngsten Daten. „Die Stimmung der Verbraucher verbessert sich schnell. Die Aussichten für die Wirtschaft scheinen positiv zu sein.“
=> Japans Wirtschaft gewachsen – aber nicht so stark wie erhofft

UKRAINE – Die Waffenruhe in der Ostukraine ist am Sonntag weitgehend eingehalten worden. Allerdings wurde aus dem seit Wochen heftig umkämpften Bahnknotenpunkt Debalzewe weiter Artilleriefeuer gemeldet, wie die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mitteilte. Die Rebellen hätten die Beobachter allerdings am Zugang zu dem Ort gehindert, der von den Separatisten praktisch eingekreist ist.

GRIECHENLAND I – Laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ sind die Chancen für eine Einigung der Euro-Finanzminister auf weitere Finanzhilfen für Griechenland gering. Das Blatt berief sich auf einen hohen EU-Diplomaten in Brüssel. Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank rechnet ebenfalls nicht mit einer schnellen Entscheidung: „In ähnlichen Fällen war es stets so, dass eine Einigung erst in letzter Minute zustande kam.“
=> ROUNDUP 2: Eurogruppe ringt um Schulden-Lösung für Athen – Konten leeren sich
=> Schäuble ’sehr skeptisch‘ zu Schulden-Lösung für Griechenland

GRIECHENLAND II – Spaniens Finanzminister Luis de Guindos hat einen Schuldenerlass für Griechenland ausgeschlossen. Die Kredite in einer Gesamthöhe von 26 Milliarden Euro, die Spanien Griechenland seit 2010 im Zuge des internationalen Hilfsplans gewährt hat, würden nicht erlassen, sagte er. Die Summe entspreche etwa der jährlichen Arbeitslosenhilfe in Spanien, wo die Arbeitslosenquote weiterhin bei 23 Prozent liege, so der Minister.
=> Spanien schließt Schuldenerlass für Griechenland aus

finanzen.at

ÖSTERREICH – Fitch stuft auf AA+ von AAA herab.  Das Verhältnis von Staatsschulden zum Bruttoinlandsprodukt dürfte im laufenden Jahr bis auf etwa 89 Prozent steigen, hieß es in der Mitteilung weiter. Das sei höher als bei allen anderen Staaten mit Topbonität abgesehen von der USA. Zudem dürfte Österreich seine Verschuldung langsamer abbauen als angenommen. So rechnet die Agentur mit einem Rückgang nur auf etwas unter 86 Prozent im übernächsten Jahr.
=> Österreichs 10-Jahresrendite trotz Rating-Abwertung günstiger
=> Fitch entzieht Österreich wegen steigender Verschuldung Bestnote

finanzen.at


AKTIEN


DEUTSCHLAND: – AUF DER STELLE – Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften sich am Montag vor einer möglichen Weichenstellung in der Griechenland-Krise zunächst zurückzuhalten. Der Broker IG taxierte den Dax am Morgen 0,04 Prozent höher auf 10 968 Punkte. Seit Freitag bereits loten die vom linken griechischen Regierungschef Alexis Tsipras entsandten Experten mit den Geldgebern von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) eine Lösung aus, um eine Staatspleite Griechenlands zu verhindern. Am Montag nun wollen die Euro-Finanzminister in Brüssel über ein verändertes Rettungsprogramm für Griechenland beraten.
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EUROPA: – AUSBLICK:  Mit weiteren Angriffen auf die 11.000er Marke rechnen Marktteilnehmer am deutschen Aktienmarkt. „Long zu sein ist die richtige Positionierung“, sagt Chris Weston von IG Markets mit Blick auf die Börsen der Industrieländer. Gestützt wird die Stimmung von guten Vorlagen. In Japan stieg der Nikkei über die 18.000er Marke und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2007. In den USA haben die Indizes ihren Aufwärtstrend am Freitag mit neuen Rekordständen wiederaufgenommen. „Die wichtigste Nachricht am Morgen: Der Waffenstillstand in der Ukraine hält“, so ein Händler. Das stütze ebenfalls die Stimmung. Kurzfristig steht allerdings unverändert auch die Griechenland-Krise im Blick. Am Montag tagen erneut die Finanzminister der Eurozone zu möglichen Optionen für eine Lösung der Krise. Viele Marktteilnehmer rechnen mit einer Lösung der verfahrenen Situation allerdings erst in „letzter Minute“, also Ende Februar, wenn das Rettungsprogramm ausläuft. Eine Einigung an diesem Montag wäre eine positive Überraschung und dürfte die Kurse in der Eurozone deutlich nach oben treiben. Die US-Börsen bleiben am Montag allerdings wegen eines Feiertags geschlossen, das dürfte am Nachmittag auf die Umsätze drücken. – RÜCKBLICK: Am Freitag machten gute Konjunktur- und Unternehmensdaten sowie die Hoffnungen auf ein Ende der Krisen um Griechenland und die Ukraine den Börsen Dampf. Der DAX knackte am Vormittag erstmals die 11.000er Marke und markierte einen neuen Rekordstand bei 11.014 Punkten. Zum Schluss lag der DAX zwar wieder etwas unter der runden Marke, beendete die Sitzung aber auf dem höchsten Stand aller Zeiten. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat grünes Licht für eine Experten-Kommission gegeben, laut Beobachtern ein Anzeichen für konkrete Vorbereitungen für das Treffen der Euro-Finanzminister am Montag. Die deutsche Wirtschaft ist im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal preis- und saisonbereinigt um 0,7 Prozent gewachsen und damit mehr als doppelt so stark wie erwartet. Und auch der gute Verlauf der Berichtssaison in Europa stützte die Stimmung. Die großen Gewinner stellten der Rohstoffbereich mit einem Plus von 3,3 Prozent und die Bankenbranche, deren Index um 2,1 Prozent stieg. Credit Agricole gewannen 5,6 Prozent, Societe Generale 4,0 Pro