AKZENTE: COMMENT zu Burschenschaften – Anleger: Baisse-Bedingungen, HFT – Ungleichheit und Politikversagen – USA: Ausbildungskredite, FED – IS-Terror – Ukraine-Gasstreit – Schweiz – EU: EZB und Politikversagen, Eurozone=Gefahrenzone – Österreich: ÖH und die Burschenschaften

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COMMENT: Österreich und seine Burschis – Oder: wie aus einer freiheitlichen Idee des Jahres 1815 eine menschenverachtende Farce erwuchs, an der Österreich noch immer laboriert

Die Geschichte der Burschenschaften in Österreich ist nach 1859 und 1871 eng verknüpft mit ungestümem Deutsch-Nationalismus und Antisemitismus. Die Burschenschaften halfen entscheidend mit, quasi vom universitären Campus aus eine Hassstimmung in Österreich aufzubauen gegen Fremde und Fremdes allgemein, will heißen: gegen alles Nicht-Deutsche. Burschenschaften nahmen in der Zwischenkriegszeit ein zweites Mal eine bedeutetende Rolle ein und spielten den herbeigesehnten deutschen Machthabern, den Nationalsozialisten, schon bald in die Hände.

Scharf zu scheiden ist damals wie heute zwischen jenen, die davon nicht loskamen und heute noch immer nicht davon lassen könne, und jenen, die sich von deutschnationalen und antisemitischen Ideen abwandten, sogar in aktiven Widerstand zum Naziregime gerieten. Die Prinzipien Religio, Scientia, Amicitia und Patria wiesen ihnen den Weg.

Lesenswert in diesem Zusammenhang sind zwei Werke von Felicitas Seebacher – beide publiziert von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – , die der öffentlichen, auch der öffentlich-politischen Rezeption, weiter harren und die jeweils einen Vertreter der katholisch-altliberalen Richtung – Carl Rokitansky – und einen der deutschnational-antisemitischen Richtung – Theodor Billroth – mit in ihren Mittelpunkt stellen. Ein drittes Buch, das 2007 wiederaufgelegte Billroth-Werk „Über das Lernen und Lehren an den Universitäten der deutschen Nation …“ (1876), exemplifiziert eindrücklich Billroths Einstellungen, die so viele K.u.K.-Studenten gefangen nahmen und verführte; dies gelang unschwer: immerhin standen die damaligen Studenten unter dem Eindruck der missglückten großdeutschen Lösung 1848, dem kakanischen Königgrätz-Debakel 1866 und der Massenzuwanderung vor allem aus den armen K.u.K-Ländern, die sich bis in die universitären Hörsäle hinein auswirkte.

Studentische Verbindungen üben seit langem einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Gestaltung politischer und gesellschaftlicher Verhältnisse aus. Sie bilden einen Prototyp eines sozialen Netzwerkes. Dies gilt vielleicht vor allem für ein relativ kleines Land wie Österreich.

Näheres siehe unter  Österreich  weiter unten

 

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„Reden wäre eine Gelegenheit, etwas zu sagen.“ (Paul Schibler)


TAGESTHEMEN


TAGESTHEMA (1) – Linde hat am frühen Donnerstagmorgen, noch vor der Bekanntgabe der Zahlen zum dritten Quartal, außerplanmäßige Abschreibungen angekündigt. Überdies zwingen die schlechteren Konjunkturaussichten das Unternehmen dazu, sich bescheidenere Ziele zu setzen. So werde das EBIT vor Sondereinflüssen in diesem Jahr nur das Vorjahresniveau erreichen, statt moderat zu steigen. Auch die angestrebte Rendite auf den Kapitaleinsatz von 10 Prozent werde 2014 nicht mehr erreicht. Die Ziele für die kommenden Jahre nahm Linde ebenfalls zurück.

TAGESTHEMA (2) – Die Federal Reserve stellt ihre milliardenschweren Geldspritzen für die Wirtschaft ein. Die US-Notenbank hatte zuletzt noch Staats- und Hypothekentitel im Wert von 15 Milliarden Dollar pro Monat gekauft. Börsianer und Anleger hatten diesen Beschluss allgemein erwartet. Zugleich bekräftigten die Währungshüter unter dem Vorsitz von Fed-Chefin Janet Yellen ihre Aussage im Kommuniqué, wonach die Leitzinsen „noch für eine beträchtliche Zeitspanne“ niedrig bleiben. Ökonomen waren geteilter Meinung gewesen, ob diese Passage geändert wird. Indem die Fed an dieser Formulierung festhält, signalisiert sie, dass der extrem niedrige Leitzins von null bis 0,25 Prozent wohl nicht vor dem Sommer 2015 erhöht wird. Wäre die Passage weggefallen, hätte dies auf eine frühere Zinserhöhung hingedeutet. Allerdings wies die Notenbank in ihrem Kommuniqué zum ersten Mal explizit darauf hin, dass die Zinsen schneller steigen könnten als die

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