Können die G7-Mächtigen dem Klimawandel Einhalt gebieten?

von Dr. Wolfgang Thüne

http://www.derwettermann.de

Ich wette, nein, denn dann müsste den Staatenlenkern das einmalig unmögliche Kunststück gelingen, den Wetterwandel wenigstens für zwei Tage zu stoppen. Doch dies ist Phantasterei, ein illusionärer Wunschtraum, denn dann müssten die sieben Staatsoberhäupter für zwei Tage die Allgemeine Zirkulation stoppen, die Luft anhalten und es dem Wind verbieten zu wehen. Wenn es gelänge, den Wetterwandel zu stoppen, das G7-Hauptthema „Klimawandel“ wäre damit vom Tisch!

Doch nein, die Staats- und Regierungschefs stehen auf einem festen Fundament, das von ihnen seit 30 Jahren extrem erschütterungsfest gebaut worden ist und einem „Meinungs-Tsunami“ standhalten kann. Es ist die propagandistisch weltweit erzeugte Angst vor dem „Globalklima“, der „Klimakatastrophe“ und dem „Klimawandel“. Kein Mensch weiß, was das für ein Ding ist, das „Globalklima“, aber als Kollektiv glauben alle Menschen an dieses schreckliche Gespenst und dieser Angstglaube macht sie unfähig, auf diese unterstellte Bedrohung adäquat zu reagieren. Dies kann nicht vom Gefühl ausgehen, sondern nur vom Verstand. Einzig der Verstand könnte die Angst vertreiben und zwar ganz einfach. Man muss sich dazu nur ansehen, wie „Klima“ definiert ist.

Die offizielle Definition der Weltorganisation für Meteorologie in Genf, einer Unterorganisation der Vereinten Nationen, definiert „Klima“ als „mittleres Wettergeschehen“ an einem Ort, erfasst über eine Zeitspanne von 30 Jahren. Diese Definition wurde 1935 in Warschau beschlossen. Wenn jeder Klimawert ortsgebunden ist, dann kann es kein „Globalklima“ geben. Aber noch wichtiger ist, dass es einen Klimawert dann und nur dann geben kann, wenn vorher über 30 Jahre fleißig das Wetter beobachtet und aufgezeichnet wurde. Dies betrifft aber nicht nur die Temperatur, erst alle Wetterelemente zusammen machen „Klima“. Doch hierzu ist man zu faul, denn die Temperatur scheint eine schöne Spielgröße zu sein, um mit dem sich erhitzenden „Treibhaus“ Höllenängste zu schüren und so die Menschheit nach Belieben zu manipulieren. Die „Globaltemperatur“ ist eine rechnerische Spielgröße ohne reale Existenz. Die Temperatur ist eine intensive Größe, sie ist ein Maß für die mittlere Bewegungsenergie der Luftmoleküle. Mittelt man Temperaturwerte, dann erhält man einen Wert ohne Wert. Die Temperaturen von Rio de Janeiro, Tokyo, Melbourne, Paris, Berlin und New York zusammen ergeben zwar einen Mittelwert, doch dieser ist nicht real und kann nicht als „Norm“ für diese sechs Städte deklariert werden.

Auch das Wetter kann man zwar über Zeit und Raum mitteln, aber dies ergibt kein Mittelwetter, das nun der Steuerung durch den Menschen zugänglich wäre. Solange das Wetter nicht in seinem Ablauf und seinem Gehabe vom Menschen gesteuert und kontrolliert werden kann, solange jede Wettervorhersage ein Wagnis ist, das von Tag zu Tag immer riskanter wird, solange ist die Behauptung vom „menschengemachten Klimawandel“ absoluter Unsinn, mag dieser auch von den Spitzen der Politik, der Wirtschaft und der Wissenschaft vertreten und von den Medien verbreitet werden.

Die Führungselite der Welt sollte sich einmal den Beginn des Gedichtes „Der Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang von Goethe ansehen und interpretieren. Dort heißt es: „Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal wegbegeben! Und nun sollen seine Geister auch nach meinem Willen leben.“ Die „Hexenmeister“ waren einmal die „Wettergötter“ wie Zeus und Jupiter. Sie haben in unserer „aufgeklärten“ Welt keinen Platz mehr. Aber wenn sie auch für uns nicht mehr existent scheinen, so macht das Wetter wie vor Millionen von Jahren das, was es will. Wir können es nicht ändern, folglich ist es klug, sich ihm anzupassen, um Katastrophen zu meiden.

Im Vergleich zum Wetter sind die Staatenlenker in bayerischen  Örtchen Elmau beim G7-Gipfel „Zauberlehrlinge“. Sie wissen, dass ihrem Willen das Wetter nicht gehorcht. Sie greifen aber in die massenpsychologische Trickkiste und gerieren sich frech als „Klimalenker“. Doch noch weniger als das Wetter kann ihnen das „Klima“ gehorchen. Das „Klima“ kann ihnen schon deswegen nicht gehorchen, weil es eine abstrakte Rechengröße ist und zudem auch deswegen nicht, weil sich jeder Klimawert auf die Wettervergangenheit bezieht. „Klima“ kann erst berechnet werden, wenn das Wetter geschehen und vorbei ist. Vergangenes Wetter braucht nicht mehr unter Schutz gestellt zu werden. Wetter ist irreversibel und kann nicht rückgängig gemacht werden. Hat der Blitz eingeschlagen, dann kommt jeder Blitzschutz zu spät. Vor dem Wetter muss man sich präventiv schützen. Dies gilt für Hitze und Kälte, vor Starkregen und Hagel.

Soll nun Papst Franziskus in Rom dem Klimawandel Einhalt gebieten?

Wissen Sie noch, was am 5. April 2015 für ein Wetter herrschte? Vielleicht hilft es, dieser Tag war Ostersonntag. Haben Sie zufällig nach Rom auf den Petersplatz geschaut, wo Tausende von Pilgern bei strömendem Regen der Messe von Papst Franziskus folgten und auf den Segen „Urbi et Orbi“ warteten. Der Papst kommentierte das geduldige Ausharren der Menschen mit den Worten, ein „so schöner und vom Wetter her so schrecklicher Tag“. Auch er hätte sich „schönes Wetter“ gewünscht, musste sich aber der „Willkür der Natur“ beugen.

Dabei gibt es keine „Willkür der Natur“. Das Wort ist vielmehr Ausdruck dafür, dass wir das Naturgeschehen nicht begriffen haben. Auch Erbeben und Vulkane haben einen „Sinn“ im Spiel der Kräfte in der Natur. So chaotisch und unregelmäßig der Wetterablauf auch sein mag, auch er hat einen „Sinn“ und folgt Gesetzen der Natur, die in ihrem höchst komplexen Zusammenwirken unserem Verstand nicht zugänglich sind. Durch die Renaissance, die Aufklärung und die Säkularisation mit all den Erfolgen der technischen Zivilisation haben wir uns über die Natur erhoben, sind und bleiben aber dennoch ein Teil der Natur. Wir können nicht über die Natur verfügen, auch und schon gar nicht über das Wetter. Dies ist jedem „religiös“ gebliebenen Menschen bewusst.

Doch der Glaube an den „menschengemachten Klimawandel“ ist so fest im Unterbewusstsein verankert, dass jede rationale Diskussion fast aussichtslos ist. Es gilt der Spruch: „Es ist leichter einen Atomkern zu spalten als ein Vorurteil!“ Papst Franziskus rief das aus, dass die Menschen „vom Sockel ihrer Hochnäsigkeit“ heruntersteigen müssten. „Demut und Bescheidenheit“ stünde ihnen besser zu Gesichte.  Aber auch die Kirche sollte beherzigen: „Es ist leichter in Rom zu sagen, deine Sünden sind dir vergeben als vor Helgoland einem Sturmtief Einhalt zu gebieten.“

Papst Franziskus bekommt Besuch von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon

Der 28. April 2015 ist ein denkwürdiger Tag. An diesem Tag hatte Rom allerhöchsten Besuch. Der Heilige Stuhl ließ in einem Bulletin verlauten: „Incontro privato del Papa con il Segretario