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Nennen wir das Kind beim Namen: Impfzwang

Nennen wir das Kind beim Namen: Impfzwang

von Christoph T. Zeller-Zellenberg

Warum ich gegen den Zwang bin, sich impfen lassen zu müssen:
 
Es ist ein zwischenzeitlich berühmter Euphemismus, einen Zwang als Pflicht zu bezeichnen, obwohl es Zwangsmaßnahmen gibt, diese angebliche Pflicht durchzusetzen. Dann nennen wir das Kind doch bitte ehrlich beim Namen – es geht hier um einen Impfzwang! Tatsächlich werde ich nicht mit der Polizei vorgeführt und die Nadel zwangsweise in meinen Arm eingeführt aber es gibt drastische Konsequenzen, die eine Teilnahme am normalen Leben verunmöglichen (Lockdown für Ungeimpfte!).
 
Nun aber zur Wirksamkeit der Impfung. Eindeutig hat es unter den Varianten vor Omikron (zu Omikron gibt es noch zu wenig neue Daten), bei Geimpften weniger schwere Fälle gegeben. Omikron hat allerdings die Spielregeln verändert und scheint, wie Studien in bereits früher betroffenen Ländern zeigen, bedeutend harmlosere Verläufe zu produzieren. Seit Beginn der Dominanz von Omikron, hat sich die Belagszahl der Intensivstationen in Österreich mehr als halbiert. Wir brauchen also die Impfung kaum (außer ev bei Risikogruppen) gegen schwere Verläufe!
 
Wir haben derzeit, trotz knapp 3/4 Impfquote, die höchsten Infektionszahlen aller Zeiten! Die Impfung schützt sehr offensichtlich nicht vor einer Infektion. Die Impfung schützt offensichtlich auch nicht vor Übertragung – siehe der 3x geimpfte Sicherheitsmann, der den ebenfalls 3x geimpften Kanzler angesteckt hat. Das neue Argument mit dem Schutz der kritischen Infrastruktur wäre dann auch ab sofort bei jeder Grippewelle der Zukunft, schlagend – also bleibt der Impfzwang auch in der Zukunft und wird willkürlich auf alles ausgeweitet, was man so will….?
 
Zuletzt sehen wir immer nur auf die Impfquote die derzeit bei ca. 72% liegt. Allerdings sind auch bereits ca 16% der Bevölkerung genesen und haben einen mindestens so guten, natürlichen Immunstatus. Weiters soll der Impfzwang erst ab 18 Jahren greifen und damit die, tatsächlich weitgehend risikofreie Gruppe der Kinder und Jugendlichen unter dieser Grenze, nicht erfassen. Damit sind wieder ungefähr 15% der Bevölkerung nicht mit diesem Gesetz angesprochen. natürlich gibt es nunmehr zwischen diesen Gruppen Überschneidungen aber in Summe scheint der Kreis der geschützten oder sehr gering gefährdeten Personen bereits jetzt bei an die 90% zu liegen. Wozu also ein gesetzlicher Impfzwang, der nur polarisiert, spaltet und Ärger erzeugt, wenn damit kaum etwas erreicht wird?
 
Ich bin dafür, dem Beispiel der spanischen Regierung zu folgen und Omikron nunmehr als normale Grippewelle einzustufen und diese auch so zu behandeln, wie frühere Grippewellen. Einfach mit ganz normaler Durchseuchung und Abwarten, bis die Welle natürlich abklingt. Das spart unendliche Geldmittel, Regulierung und Ärger.
 

Christoph T. Zeller-Zellenberg ist Präsident des Europa-Instituts, er hält international Vorträge über Wirtschaft, Steuerpolitik, den Wohlfahrtsstaat, die katholische Soziallehre, und die christliche Anthropologie.

Die Meinungen, die hier auf hayek-institut.at veröffentlicht wurden, entsprechen nicht notwendigerweise jenen des Hayek Instituts.

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