Carl Menger

Carl Menger

Carl Menger ist der Begründer der Österreichischen Schule der Nationalökonomie mit seinem bahnbrechenden Werk “Grundsätze der Volkswirthschaftslehre” (1871), das die intellektuellen Grundlagen für künftige österreichische Gelehrte legte. Eines der Hauptthemen des Buches ist der Gedanke, dass der Wert eines Gutes nicht durch objektiv bestimmbare Faktoren (z. B. Arbeits- oder Materialkosten), sondern durch die von dem Individuum bestimmte subjektive Bewertung des Gutes. In diesem Sinne kann Carl Menger (neben Leon Walras und William Stanley Jevons) als einer der Begründer der Grenznutzenschule angesehen werden, die das Fundament für die gesamte moderne Wirtschaftswissenschaft bildet.

Menger war auch einer der wichtigsten Teilnehmer an einem der wichtigsten Methodenkämpfe in den Sozialwissenschaften, dem so genannten “Methodenstreit”. Mengers intellektuelle Gegner in der Deutschen Historischen Schule argumentierten gegen die Existenz ökonomischer Gesetze und sahen dementsprechend keine Rolle für den Einsatz von Theorie in der ökonomischen Forschung. Menger hingegen leugnete nicht die Relevanz induktiv-empirischer Methoden, war aber überzeugt, dass die empirische Analyse immer auf einem theoretischen Rahmen beruhen müsse.

Die Entwicklung, die die Wirtschaftswissenschaft seit dem späten 19. Jahrhundert genommen hat, gibt Menger sicherlich Recht.

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